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Sie finden das entsprechende Release-Paket hier.

Anpassungen auf Grund der Änderungen im EÜR-Formular 2018

Folgende Positionen sind im EÜR-Formular geändert bzw. neu eingefügt worden:

a)    Anpassung Zeile 23

Die Zeile 23 wurde im Formular abgeändert in: „Sachlicher Bebauungskostenrichtbetrag und Ausbaukostenrichtbeträge (für Weinbaubetriebe) /Betriebsausgabenpauschale für Forstwirte“. Diese Änderung wurde in die Taxonomie übernommen.

b)    Geänderte Zeile „Nicht abziehbare Beträge“

Gemäß Anleitung zum Formular Anlage EÜR sind in der Zeile „Nicht abziehbare Beträge“ z.B. nicht abziehbare Beträge nach 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 7, nicht abziehbare Restbuchwerte nach § 55 Abs. 6 EStG und nicht abziehbare Aufwendungen, die mit steuerfreien Einnahmen nach § 3 Nr. 26, 26a oder 26b stehen, zu erfassen. In der Taxonomie sind diese Sachverhalte in der Steuerlichen Gewinnermittlung zu übermitteln.

c)    Neue Positionen für steuerfreie Einnahmen bzw. Ausgaben nach dem Investmentsteuergesetz (InvStG)

In der Steuerlichen Gewinnermittlung wurde bei den Abrechnungen die Position „Abzüglich steuerfreie Einnahmen nach InvStG“ und bei den Hinzurechnungen die Position „Zuzüglich anteilige nicht abzugsfähige Abzüge nach InvStG“ in Anlehnung an Zeile 81 des Formulars EÜR eingefügt.

Allgemeines zur EÜR-Taxonomie

Die Taxonomie zur Einnahmenüberschussrechnung wurde von
einer Arbeitsgruppe des XBRL Deutschland e.V. entwickelt.

Ziel der Taxonomie ist die Verbesserung des
Informationsaustauschs zwischen Einnahmeüberschussrechnern und verschiedenen
Datenempfängern im Umfeld der Unternehmen, die eine Einnahmenüberschussrechnung
anfertigen und nicht bilanzieren. Gleichzeitig soll ein möglichst einfaches
Instrument zur betriebswirtschaftlichen Selbstinformation geschaffen werden.

Prozesse, bei denen Informationen über die wirtschaftliche
Lage von Kleingewerbetreibenden, Freiberuflern und anderen sonstigen
Nicht-Bilanzierern benötigt werden, sollen durch den Vorschlag einer
standardisierten Einnahmenüberschussrechnung effizienter gestaltet werden. Dies
betrifft insbesondere den Prozess der Kreditvergabe und der laufenden
Überwachung der Kredite.

Mitglieder der Arbeitsgruppe waren Steuerberatungs- und
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Banken, Finanzanalysegesellschaften,
Softwarehersteller, Vertreter der Wissenschaft und die Finanzverwaltung in
einer Beobachterrolle.

Das Gliederungsschema orientiert sich grundsätzlich an der
GuV-Gliederung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Mangels
gesetzlicher Vorschriften zum Aufbau einer Einnahmenüberschussrechnung ist die
HGB-Gliederung bereits heute für betroffene Unternehmen die allgemein
verwendete Gliederung.

Die Taxonomie besteht aus drei Berichtsbestandteilen:

  • Betrieblicher Gewinn / Verlust: Die hier aufgenommenen Einnahmen und Ausgabenpositionen führen zu einem Gewinn / Verlust, der die Einflüsse rein steuerinduzierter Modifikationen (soweit möglich) außer Acht lässt.
  • Steuerliche Gewinnermittlung: Angelehnt an die Vorgehensweise der HGB-Taxonomie wird in diesem Berichtsbestandteil durch Zu- und Abrechnungen der steuerliche Gewinn/Verlust abgeleitet.
  • Ergänzende Angaben: Die in diesem Berichtsbestandteil hinterlegten Positionen bieten die Möglichkeit, weitere Informationen zu übermitteln, die z.B. für eine vollständige Befüllung der Anlage EÜR notwendig sind, aber nicht unmittelbar die Gewinnermittlung betreffen.

Die Taxonomie zeichnet sich durch einen geringen Datenumfang
aus. Sie ist kompatibel zur Anlage EÜR der Finanzverwaltung. Es ist keine
Anpassung des Buchungsverhaltens notwendig, da das Datenschema keine Mussfelder
enthält. Sofern mit dem vorliegenden Buchungsstoff die Anlage EÜR befüllt
werden kann, werden in der Regel auch die Positionen der EÜR-Taxonomie durch
einfache Kontenzuordnung abgedeckt sein. In die Taxonomie wurden die Anlagen
SZE (Schuldzinsenabzug) und AVEÜR (Aufstellung des Anlagevermögens) nicht
aufgenommen, da sie nach Ansicht der Arbeitsgruppe für die
betriebswirtschaftliche Analyse als primärem Berichtszweck in der Regel nicht
benötigt werden. Ebenfalls wurden die ab 2015 geltenden ergänzenden Anlagen für
Personengesellschaften ER (Ergänzungsrechnung), SE (Sonderberechnung der
Sonderbetriebseinnahmen und der Sonderbetriebsausgaben) und AVSE
(Anlagevermögen im Sonderbetriebsvermögen) noch nicht in die Taxonomie EÜR
aufgenommen.

Neben der Taxonomie im XBRL-Format sowie einer entsprechenden Excel-Visualisierung enthält das Taxonomie-Paket eine Musterauswertung auf Basis des Datenschemas, um einen schnellen Einblick in die Auswertungsstruktur zu ermöglichen.

Die Finanzverwaltung sieht die derzeitigen Anlagen zur
Anlage EÜR vom Umfang aus gesehen als abschließend an. Sie hat die vorliegende
EÜR-Taxonomie derzeit nicht zur Übermittlung an die Finanzbehörden vorgesehen.
Dennoch ist der Aufbau der vorliegenden Taxonomie so gestaltet, dass sie bei
entsprechender Erweiterung der Anlagen vom Inhalt aus gesehen für diesen Zweck
geeignet wäre. Dementsprechend besteht zur Zeit noch keine Notwendigkeit zur Definition
eines Mindestumfangs durch Kennzeichnung von Mussfeldern.

Da es für die Struktur und den Detaillierungsgrad von
Einnahmenüberschussrechnungen keine gesetzlichen Vorgaben gibt, sah es die
Arbeitsgruppe als äußerst wichtig an, die Taxonomie ausführlich zu
dokumentieren. Folgende Erläuterungen stehen innerhalb und außerhalb des
Datensatzes zur Verfügung:

 Globale Dokumentation (PDF-Datei): Das Dokument
beschreibt die Hintergründe des Projekts sowie grundlegenden Erwägungen der
Arbeitsgruppe und Entscheidungen zu Designfragen.

Taxonomiemerkmal „documentation“: Hier finden sich für einen
Großteil der Positionen Erläuterungen, die den beabsichtigten Inhalt der
jeweiligen Informationselemente betreffen. Sofern die offizielle Anleitung zur
(steuerlichen) Anlage EÜR entsprechende Informationen enthält, wurden diese in
die „documentation“ übernommen. Diese Ausführungen wurden mit dem Kürzel „FV“
(= Finanzverwaltung) kenntlich gemacht. Soweit die Arbeitsgruppe inhaltliche
Ergänzungen vorgenommen hat, sind diese mit dem Kürzel „AG“ versehen.

Taxonomiemerkmal „commentaryGuidance“: Die hier hinterlegten Erläuterungen betreffen das Design der jeweiligen Position und geben Einblick in die Erwägungen der Arbeitsgruppe zur Aufnahme, Verortung und Benennung nahezu jeder Position.

Als weitere Arbeitshilfe sind in den Referenzen Verweise auf
das jeweils der Taxonomieposition entsprechende Feld der Anlage EÜR hinterlegt.
Auf diese Weise kann eine Verknüpfung zumindest teilautomatisiert stattfinden.

Falls Sie Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge zur Taxonomie Einnahmenüberschussrechnung haben, senden Sie diese bitte an info@xbrl.de. Jedes Feedback wird an die Arbeitsgruppe weitergeleitet und dort ausgewertet.